| Der Neoliberalismus war gut für uns! |
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| Geschrieben von: mvp |
| Donnerstag, 12. August 2010 |
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Neoliberale Reformen haben stets die Wohlfahrt der breiten Massen vergrößert. Das war 1948 mit der Einführung der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland der Fall und es gilt auch für die post-neoliberalen Reformen der späten 1970er und insbesondere 1980er Jahre. In weiten Teilen der OECD-Welt wurden nach der Abkehr vom sozialdemokratischen Sozialismus und vom Keynesianismus vielfältige Entstaatlichungmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören die Deregulierung, auch von Finanzmärkten, die Privatisierung von Staatsbetrieben, in manchen Ländern sogar die Umstellung eines (geringen) Teils der Bildung von staatlichen auf privatwirtschaftliche Schulen, ferner erhebliche Steuersenkungen einschließlich der Höchststeuersätze, schließlich die Flexibilisierung von Arbeitsmärkten und der Abbau von Handelsschranken. Neoliberal waren diese Reformen insofern als sie nicht eine klassisch-liberale Abkehr vom Staat im Sinne des 18. und 19. Jahrhunderts darstellten, aber auch nicht sozialdemokratisch-etatistischen Ideen folgten. Vielmehr standen als Leitbilder die ursprünglichen Neoliberalen der 1930er und 40er Jahre Pate, die mit einem stärkeren Staatseinfluss als die Klassiker auf eine Art „Dritten Weg“ (Wilhelm Röpke) setzten. Zu den bekannten intellektuellen Protagonisten der post-neoliberalen Wende zählen die beiden Nobelpreisträger Milton Friedman und Friedrich August von Hayek, wenn auch versucht wurde, beide als erzliberale Urgesteine abzukanzeln. Über die USA hinaus erreichte Milton Friedman zusammen mit seiner Frau Rose ein Millionenpublikum insbesondere durch die zehnteilige Fernsehserie „Free to chose“. Filmaufnahmen belegen seine intellektuelle Schlagfertigkeit und Überzeugungskraft. Das gilt auch für den Gentleman Hayek. Bezeichnenderweise haben diejenigen Staaten und ihre Einwohner am stärksten profitiert, die Reformen nicht halbherzig, sondern besonders kräftig durchgeführt haben. Das lässt sich an den Wachstumsraten und den BIP pro Kopf sowie an der Entwicklung des Lebensstandards offizieller Statistiken entnehmen, argumentiert Scott Sumner von der Bentley University, nahe Boston, im Econtalk mit Gastgeber Russ Roberts. Zu den Gewinnern zählten demnach in Südamerika Chile, in Europa die ost-europäischen Staaten, aber auch die skandinavischen, besonders Dänemark, das abgesehen von Wohlfahrtssystemen eines der freiesten Länder der Welt und ein neoliberale Vorzeigebeispiel sei. In Asien Singapur und Taiwan. China gebe ein gemischtes Bild ab. Das liege einerseits am extrem hohen Staatsanteil, andererseits am starken Wachstum und der ausgeprägten Wohlstandsentwicklung in den freiesten südlichen Provinzen. Im Vergleich dazu fielen die weitgehend unberührten nordöstlichen Teile drastisch ab. Für die USA sieht Sumner erhebliche Herausforderungen, da Reformen versäumt worden seien. Die USA seien der relative Verlierer, während Deutschland als Nachzügler zu wenige, halbherzige Reformen aufzuweisen habe. Bemerkenswerterweise wurde Deutschland von Großbritannien in den 1980er Jahren in der Wohlstandsentwicklung überholt. Was bleibt als Quintessenz der post-neoliberalen Reformen? Je mehr Freiheit für den Einzelnen, desto mehr Wohlstand entsteht! Das gilt gerade auch im Hinblick auf die Gesundheitsversorgung. Wir sollten bei allen Einschränkungen nicht vergessen, dass sich in den zwei Dekaden seit den 80er Jahren viel zum Positiven für die Freunde der Freiheit entwickelt. Für Libertäre bleibt die Welt allerdings düster. Insofern gilt: Der Neoliberalismus war gut für uns, es geht aber besser. |




