... und ihre Ahnen
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James M. Buchanan (1984) Die Grenzen der Freiheit – Verfahrensregeln |
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James McGill Buchanan Jr. wurde 1919 in Murfreesboro, Tennessee/USA geboren. Der Nobelpreisträger des Jahres 1986 hat mit seinen Arbeiten die Theorie der Wahlhandlungen (Public Choice) wesentlich begründet. Das zusammen mit Gordon Tullock verfasstes Buch „The Calculus of Consent“ (1962) gilt als Klassiker dieser Theorie und behandelt die politische Organisation einer freien Gesellschaft. Buchanans politische Ökonomie hat die Sozialwissenschaft über die Volkswirtschaftslehre hinaus beeinflusst. Dies entsprach ganz seinem Streben nach einer gesellschaftspolitischen Orientierung der Wirtschaftswissenschaft. |
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Thomas von Aquin (1273) Summa Theologica – Verschiedenheit der Gesetze |
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Thomas von Aquin, der um 1225 auf Schloss Roccasecca bei Aquino in Italien geboren wurde, gilt als einer der bedeutendsten und wirkmächtigsten Philosophen und Theologen überhaupt. Als Hauptvertreter der Philosophie des hohen Mittelalters – der Scholastik – stützte er sich in seinen Argumentationen zu einem großen Teil auf die Lehre von Aristoteles. Thomas, der 1244 zum Verdruss seiner Familie in den Dominikanerorden eingetreten war und sein Leben ganz der Wissenschaft widmete, beeinflusste das mittelalterliche Staatsdenken maßgeblich. Er war mit Stauferkaiser Friedrich II. verwandt.
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Adolf Gasser (1943) Gemeindefreiheit als Rettung Europas – Kommunalismus |
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Der schweizer Historiker Adolf Gasser (1903-1985) schloss sein Studium in Heidelberg und Zürich mit Promotionen in Geschichte und klassischer Philologie ab. Von 1928 bis 1969 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Basel. Im Zuge seienr Lehraufträge wurde er 1936 Privatdozent, 1942 Lehrbeauftragter und 1950 außerordentlicher Professor für Verfassungsgeschichte an der Universität Basel. Nach dem Zweiten Weltkrieg entfaltete der Universalhistoriker eine rege Vortragstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Gasser war zudem politisch aktiv, etwa als Mitbegründer des Rates der Gemeinden Europas, von 1953-1968 als freisinniger Basler Grossrat und als Leiter der FDP des Kantons Basel.
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Anthony de Jasay (1991) Liberalismus neu gefaßt – Grundsteine einer entpolitisierten Gesellschaft |
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 Anthony de Jasay wurde 1925 in der ungarischen Gemeinde Aba geboren. Seine Ausbildung, die er in Székesfehérvár und Budapest erfuhr, schloss er mit einem akademischen Grad in Agrarökonomie ab. Von 1947-48 arbeitete er als freier Journalist, was ihn 1948 zur Emigration zwang. Nach zwei Jahren Aufenthalt in Österreich emigrierte er 1950 nach Australien. Dort studierte er nebenberuflich Volkswirtschaftslehre an der University of Western Australia. Ein Stipendium erlaubte es ihm 1955 nach Oxford zu gehen, dort sieben Jahre als Forschungsstipendiat am Nuffield College tätig zu sein und zu publizieren. |
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Immanuel Kant (1797) - Rechtslehre – Was ist Recht? |
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 Immanuel Kant (1724-1804) galt schon zu Lebzeiten als herausragender Philosoph. Heute ist er der wohl bedeutendste deutsche Denker der Neuzeit und der am meisten rezipierte Philosoph. Allein in seinem 200. Todesjahr sollen weltweit mehr als 1.000 Monographien und Aufsatzsammlungen erschienen sein. |
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Wilhelm von Humboldt (1792/1851) - Grenzen der Wirksamkeit des Staats – Polizeigesetze |
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 Wilhelm von Humboldt (1767-1835) war als deutscher Gelehrter, Staatsmann und Diplomat sowie Mitbegründer der Universität Berlin vielseitig tätig. Seine Staatstheorie aus der Jugendschrift „Grenzen der Wirksamkeit des Staates“ machte ihn zu einem der größten Freiheitstheoretiker in Europa und zu einer Ausnahmeerscheinung in Deutschland. Zeitlebens bildete der eigentliche Mittelpunkt seines Lebens aber die Beschäftigung mit Bildung, Sprache, Literatur und Kunst. |
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John Locke (1632-1704) - Begrenzung der Staatsherrschaft auf den Schutz von Eigentum, Leib und Leben |
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 John Locke (1632-1704) ragt unter den (englischen) Aufklärern heraus – Voltaire urteilte über ihn: „Niemals vielleicht gab es einen helleren, methodischeren Geist, einen exakteren Logiker als Herrn Locke“. Locke muss eine eindrucksvolle Erscheinung gewesen sein, eine kultivierte, mit natürlicher Autorität ausgestattete Persönlichkeit. Als Philosoph ist er für Europas Bürgertum zur Zeit seiner Emanzipation in der frühen Neuzeit wie heute ein glänzender Wegweiser. |
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Johannes Althusius (1603) - "Politica" - Beginn des verfassungsrechtlichen Denkens |
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 Johannes Althusius (1563-1638) wirkte als Rechtsgelehrter und Rechtssyndikus vor allem in der Grafschaft Ostfriesland. Er was gleichermaßen theoretisch wissenschaftlich wie politisch praktisch tätig. Im aristotelischen Geist erzogen und von der Schule von Salamanca beeinflusst schuf er mit seinem Hauptwerk „Politica“ eines der bedeutendsten juristischen und politischen Bücher seiner Zeit. Es erlangte jedoch auch wegen der weit in die Zukunft greifenden Lehre vergleichsweise spät den Status eines Klassikers im Vergleich zu seinen Zeitgenossen Hobbes, Bodin und Grotius. |
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Solon (594 v. Chr) - Eunomia-Elegie – Begründung der Herrschaft des Rechts |
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 Der athenische Staatsmann und Dichter Solon (640-560) zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der griechischen Antike. Solon ist darüber hinaus ein Mann von weltgeschichtlicher Bedeutung: Mit seinem Reformwerk hat er einen Meilenstein in der Verfassung der Griechen und im politischen Denken Europas gesetzt. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. galt Solon als „Verfassungsstifter“ und Begründer der Demokratie. |
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