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Von der neoliberalen Ordnungspolitik zurück in die Zukunft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 31. Dezember 2014

Ordnungspolitik hat ausgedient. Nach fast 10 Jahren online – im Sommer 2005 startete Forum Ordnungspolitik – wird die Plattform nicht mehr fortgeführt. Ordnungspolitik ist zudem kein handlungsleitendes Konzept, weder in Deutschland noch in Europa, weder in der Politik noch in der Wissenschaft, manchen Fürbitten und einigen Forderungen zum Trotz. Das ist einerseits bedauerlich und andererseits hinnehmbar, denn Ordnungspolitik ist kein taugliches Konzept für die Zukunft. In der Vergangenheit hat es sich als halbherzigerer Ansatz erwiesen, der dem Interventionismus von Regierungen, Bürokratie und Sonderinteressen Tür und Tor geöffnet hat. Zusammen mit dem Neoliberalismus hatte Ordnungspolitik seine Zeit und Verdienste, aber letztlich sind beide zusammen gescheitert. Der fundamentale Denkfehler eines Dritten Weges aus Marktwirtschaft und Sozialismus respektive Etatismus besteht darin zu übersehen, dass Interventionismus immer zu einem Machtzuwachs des Staates und der privilegierten Gruppen führt. Politiker, Bürokraten und Sonderinteressenvertreter verfolgen stets ihre eigenen Interessen – regelmäßig unter dem Deckmantel des sogenannten Gemeinwohls. Das Ergebnis ist ein Herrschaftsapparat über den Bürgern und gegen die Bürger, der die Freiheit mehr und mehr einschnürt.

Ludwig von Mises hat vor der Geschichte bestanden. Sein bekanntes Diktum auf der Mont Pelerin Society Konferenz lautete: „Ihr seid ja alle Sozialisten!“ In einem Aufsatz formulierte der Sozialphilosoph ausführlicher: „Wenn einmal der Grundgedanke des Sozialismus und Interventionismus, dass nämlich die Marktwirtschaft die Mehrheit des Volkes zugunsten einer Minderheit von Profitmachern benachteilige, als richtig unterstellt wird, dann ist der liberale Standpunkt preisgegeben.“

Aufgabe unserer Zeit ist es, den klassischen Liberalismus wiederzubeleben und weiterzuentwickeln. Ein Teil des klassischen Liberalismus ist die Österreichische Schule, die es ebenfalls weiterzuentwickeln gilt. Bei Forum Freie Gesellschaft, dass 2015 online gehen wird, wird die Mitwirkung an einer Erneuerung im Mittelpunkt stehen. Ich freue mich zusammen mit Helmut Krebs und weiteren Mitstreitern diese Aufgabe in Angriff zu nehmen. Die Zeit ist reif für eine Erneuerung des Liberalismus. Die Erneuerung kann nur mit einer konsequenten, widerspruchsfreien Lehre gelingen. Auf Forum Ordnungspolitik habe ich diesen Weg seit langem eingeschlagen und Ordnungspolitik viel stärker klassisch liberal interpretiert wie das aktuelle Buch „Auf der Suche nach einer anderen Ordnung“ dokumentiert.

Ein großer Dank geht an die Leser, deren Schar von wenigen Dutzend pro Woche auf zigtausend Klicks pro Monat angewachsen ist. Ein weiterer Dank geht an diejenigen, die Gastbeiträge beigesteuert haben. Forum Ordnungspolitik ist so zu einer (orangefarbenen) Marke geworden.

Weiter geht es also bei Forum Freie Gesellschaft – frei nach dem Motto: Zurück in die Zukunft für eine bessere Welt von morgen.

 
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Samstag, 06. August 2005
Forum Ordnungspolitik  erläutert die Funktionsweise einer natürlichen, freiheitlichen Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft. Wir setzen uns insbesondere mit Analysen und Kommentaren für eine freie Gesellschaft ein; Grundlage bilden die Ideen der europäischen Humanisten, Nationalökonomen und Sozialphilosophen.
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