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Zitat des Monats November 2014
Freitag, 31. Oktober 2014

Wirtschaftliches Kommando ist nicht nur das Kommando über einen Sektor der menschlichen Lebens, der von den übrigen getrennt werden kann; es ist die Herrschaft über die Mittel für alle unsere Ziele.  Wer die alleinige Verfügung über die Mittel hat, muß auch bestimmen, welchen Ziele sie dienen sollen, welche Werte höher und welche niedriger veranschlagt werden müssen, kurz, was die Menschen glauben und wonach sie streben sollen.

Friedrich August von Hayek: Der Weg zur Knechtschaft, Erstauflage 1944, Neuausgabe München 1994, 123.

 
Die Krise des Neoliberalismus ist eine Chance für den klassischen Liberalismus
Geschrieben von: HK   
Samstag, 22. November 2014

Gastbeitrag von Helmut Krebs

Etwa hundert Jahre, von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts stand der Westen unter der Vorherrschaft der sozialistischen Ideologie. Bismarckscher Staatssozialismus, marxistischer und nationalistischer Sozialismus beherrschten von Russland bis zu den Vereinigten Staaten die Regierungen oder doch weite Teile der öffentlichen Meinung. Auf dem Tiefpunkt des klassischen Liberalismus angekommen, formierte sich schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein neues Paradigma. Die Liberale Partei Großbritanniens sprach von einem „liberalen Sozialismus“ (Lord Beveridge) oder einem dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus (Lord Keynes). Die Sozialisten entwickelten einen „demokratischen Sozialismus“ und in den Reihen der verbliebenen Liberalen entstand die Strömung des Neoliberalismus. Allen diesen neueren Strömungen gemein ist der Versuch, die freie Marktwirtschaft in einen staatlich kontrollierten Ordnungsrahmen zu stellen, während die bürgerlichen Freiheiten weitgehend erhalten bleiben sollten. Sie setzten sich als das im Westen vorherrschende – nennen wir es das neoliberale –  Paradigma durch, während der Sozialismus in Etappen kapitulierte und heute nur noch eine Randexistenz führt.

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"Soziale Gerechtigkeit" auf dem Prüfstand
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 19. November 2014

Eine ausführliche - ideengeschichtliche - Auseinandersetzung mit der "sozialen Gerechtigkeit" ist beim Liberalen Institut (Zürich) erschienen: "Soziale Gerechtigkeit" auf dem Prüfstand.

Auszug:

Allein die Freiheit vermag alle Werte unter sich zu vereinen: die Gleichheit vor dem Recht und die Gerechtigkeit des rechtskonformen Handelns.
Die allgegenwärtige Formel der «sozialen Gerechtigkeit» gibt Rätsel auf: inhaltliche Beliebigkeit und mangelnde konzeptionelle Kohärenz verbinden sich mit einer Fülle von Vorurteilen zu einem Konglomerat ungeordneten Denkens, das sich grosser, intuitiver Beliebtheit erfreut.

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Erschienen: Auf der Suche nach einer neuen Ordnung
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 16. November 2014

Michael von Prollius: Auf der Suche nach einer neuen Ordnung, Forum Ordnungspolitik, Fürstenberg (BoD) 2014; 7,99 Euro; 207 Seiten; ISBN: 9-783-7357-7958-8.

Zurück zu den Ursprüngen - vorwärts durch die Rückbesinnung auf Recht, Freiheit und Selbstverantwortung, statt noch mehr Gesetze und Illusionen. Eine Korrektur des Verhältnisses von Staat und Gesellschaft ist überfällig.

Die Frage der Ordnung bleibt aktuell wie nie zuvor: die Ordnung Europas, die Ordnung des Finanzsektors, die ordnungspolitischen Reformen in Deutschland, die bis zur Finanz- und Staatsschuldenkrise die Gazetten beherrschten.

- Was ist Ordnungspolitik?
- Gedanken zur ordnungspolitischen Lage.
- Vielseitige Reformperspektiven, die über das hinausgehen, was in den öffentlichen Debatten diskutiert wird.

Das sind die drei Themenfelder, die der Publizist und Wirtschaftshistoriker Michael von Prollius, Gründer von Forum Ordnungspolitik, auskundschaftet. Nicht nur für Querdenker ein Band mit Impulsen für das Denken in Ordnungen und für eine Reform der bestehenden Ordnung.

Bei Amazon erhältlich: hier ansehen.

 
Was bedeutet klassischer Liberalismus?
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 15. November 2014

"Der klassische Liberalismus entstand als eine politische und ideologische Strömung in England als ein Zweig der Aufklärung. Diese wiederum entwickelte sich aus dem neuzeitlichen Rationalismus (Galilei, Descartes, Erasmus) nach den Glaubenskriegen des 16. und 17. Jahrhunderts. Angesichts der menschlichen, materiellen und geistigen Verheerungen der religiös motivierten Kriege, die das Europa nördlich der Alpen einschließlich der britischen Inseln in einen Zustand der Barbarei zurückgestoßen hatten – etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland war umgekommen –, entwickelten die Philosophen eine Argumentation, die sich gegen die absolute politische Macht der Könige und die absolute geistige Macht der Kirche stellte."

Quelle: Der ganze Artikel von Helmut Krebs Was bedeutet klassischer Liberalismus? ist beim Ludwig von Mises Institut Deutschland lesbar.

Wärmstens ans Herz gelegt sei zudem das gerade erchienene Buch von Helmut Krebs, das sehr quellennah die wichtigsten Denker des klassischen Liberalimus analysiert - im Hinblick auf die Staatsfrage. Das ideengeschichtlich angelegte Buch ist damit brand aktuell. Die Staatsfrage ist die entscheidende Frage des 21. Jahrhunderts, ob in Deutschland, Europa oder weltweit. Das Buch enthält zum Schluss einen Aufsatz, in dem Michael von Prollius die legitimen Staatsaufgaben und legitimen Staatsausgaben in klassisch liberaler Perspektive erarbeitet.

Helmut Krebs und Michael von Prollius (Hrsg.): Klassischer Liberalismus – Die Staatsfrage gestern, heute und morgen; Edition Freie Gesellschaft, Norderstedt (BoD), 2014; 7,99 Euro; 216 Seiten; ISBN: 9-783-7357-7957-1

Bei Amazon ansehen/ kaufen: hier.

 
Ode an die Freiheit!
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 09. November 2014

Sir Simon Rattle brachte die Philharmonie bei der Aufführung der 9. von Beethoven zum 9. November 2014 zum Beben. Seine Interpretation und Integration der Berliner Philharmoniker zusammen mit Gesangssolisten und dem Rundfunkchor Berlin war ein großartiges Musikereignis – ein Magic Moment, für jeden Anwesenden spürbar. Allenfalls etwas mehr Intensität durch ein (noch) größeres Orchester wäre möglich gewesen.

25 Jahre zuvor war die nur wenige hundert Meter entfernte Mauer gefallen. Die Äußerungen des schlecht informierten SED-Funktionärs Schabowski zur Reisefreiheit führten zu einem ungeplanten, friedlichen Sturm auf die Mauer und deren Öffnung. Anlässlich der Feierlichkeiten tummeln sich, dicht gedrängt, Menschen aus aller Welt auf dem früheren Todesstreifen.

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«Die Kraft der individuellen Freiheit»
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 05. November 2014

LI-FREIHEITSFEIER

Das Liberale Institut lädt ein zur Freiheitsfeier 2014

«Die Kraft der individuellen Freiheit»

Im Westen hat sich der Anteil des Staates am BIP über die letzten 100 Jahre mehr als verdreifacht. Damit wird die Freiheit der Bürger, ihre eigenen Angelegenheiten zu bestimmen, immer weiter eingeengt. Politische Moden — vom anhaltenden Ausbau des Wohlfahrtsstaates über den Umwelt- und Konsumentenschutz bis zur Terrorismusbekämpfung — ermöglichen auch nicht-autoritären Staaten immer weitergehende Eingriffe ins Privateigentum und Privatleben. Das vermeintliche Interesse der Gemeinschaft übertrumpft dabei stets die Abwehrrechte der Individuen. Doch wiegen die Anliegen der expansiven Politik wirklich schwerer als die Prinzipien einer freiheitlichen Gesellschaft? Die Freiheitsfeier 2014 analysiert Rezepte gegen das ausufernde Staatswachstum.

Vortrag von
Dr. Michael von Prollius
Publizist und Gründer von Forum Ordnungspolitik
«Soziale Gerechtigkeit auf dem Prüfstand»

Verleihung des Röpke-Preises für Zivilgesellschaft an
Prof. Dr. Peter Bernholz
em. Professor für Nationalökonomie, insbesondere Wirtschaftspolitik, Geld und Aussenwirtschaft, an der Universität Basel
für sein unermüdliches Einstehen für den Wert der individuellen Freiheit und Rechtsstaatlichkeit im öffentlichen Diskurs
mit anschliessendem Referat des Preisträgers
«Der langsame und heimliche Weg zur Knechtschaft»

Einführung und Laudatio von
Pierre Bessard
Institutsdirektor und Mitglied des Stiftungsrates

Anschliessend Apéro riche

Mittwoch, 3. Dezember 2014, Eintreffen ab 18 Uhr
(Vorträge um 18.30 Uhr)
im Zunfthaus zur Saffran, Zürich, Limmatquai 54
(Tramhaltestelle Rathaus)
Anmeldung: http://www.libinst.ch/?i=li-freiheitsfeier-2014

 
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