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Zitat des Monats Oktober 2014
Dienstag, 30. September 2014

Dieses Buch ist eine Analyse wirtschaftlicher Irrtümer, die inzwischen so weit verbreitet sind, dass sie schon fast als wissenschaftliche Lehrmeinung hingenommen und kaum mehr angezweifelt werden. Wenn sie sich noch nicht auf der ganzen Linie durchgesetzt haben, so liegt das nur an ihren inneren Widersprüchen und an dem einfachen Grund, dass man sich bei den praktischen Dingen des täglichen Lebens nicht dauernd irren kann.

Henry Hazlitt: Economics in one lesson, deutsch: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft, München 2014, 13.

 
"The Standards" - bald im Buchhandel
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 28. September 2014

„The Standards“ werden vor allem mit Musik assoziiert.

In diesem Band sind „The Standards“ wegweisende ökonomische Aufsätze, die von einer Gruppe junger Autoren vorgestellt und interpretiert werden.

Die Erkenntnisse mehrerer Nobelpreisträger und weiterer kluger Köpfe waren vor allem für die Fachwelt bestimmt – sie werden nun einem breiteren Leserkreis zugänglich gemacht.

1850 erschien ein bahnbrechender Essay über die Kurzsichtigkeit wirtschaftspolitischer Eingriffe. 1920 wurde in einem Aufsatz der Nachweis erbracht, dass Sozialismus wirtschaftlich scheitern muss. Geschichtsschreibung über die Industrialisierung folgt antikapitalistischer Propaganda der Zeitgenossen. Bürger können öffentliche Güter besser durch freiwillige Kooperation erbringen. Ökologismus wertet Umweltprobleme dogmatisch – Ökonomie löst Ressourcenkonflikte rational.

„The Standards“ informieren und inspirieren Leser. Die Grundmelodie ist unüberhörbar die der Freiheit.

- Noch im Oktober im Buchhandel -

 
Verzichtsirrtum
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 24. September 2014

Zu: „Immer weiter“ von Stephan Kaufmann

In: Berliner Zeitung vom 30./31.08.2014, 9

Manche treffende Feststellung in dem Artikel „Immer weiter. Jedes Lebewesen ist irgendwann ausgewachsen. Nur die Wirtschaft akzeptiert keine Grenzen“ scheint durch ein grundlegendes Missverständnis konterkariert zu werden: Die Wirtschaft ist kein Lebewesen, sondern eine Bezeichnung für das Handeln vieler menschlicher Lebewesen; sie trachten über Generationen und Grenzen hinweg nach einer – immer besseren – Befriedigung ihrer Bedürfnisse, zuvorderst Nahrung, Bekleidung, Behausung und Gesundheit.

Stagnation ist zunächst für Politiker und andere Gesellschaftsklempner eine Katastrophe, zum Beispiel wegen stetig wachsender Staatsausgaben, ohne dass die Steuereinnahmen mit wachsen. Stagnation bedeutet, es gibt weniger politisch zu verteilen, und es bedeutet, die gewährten Privilegien treten sichtbarer hervor. Stagnation ist aber auch für die Ärmsten der Armen eine Katastrophe. Sie leiden unter kleptokratischen Regimen, unter einem Mangel an Marktwirtschaft.

Die von Ihnen angeprangerte Gier der Menschen nach immer mehr dürfte für mehr als drei Milliarden relativ und absolut arme Menschen vergleichsweise bescheiden sein. Denken Sie an Afrika, Teile Asiens und an die „Gier“-Revolte des Arabischen Frühlings. Und aus welchem Grund hätten sich die wohlhabenderen Menschen im Westen zum Zeitpunkt der unsäglich schlechten Studie „Die Grenzen des Wachstums“ mit schlechterer Zahnmedizin als heute, unsicheren Autos als heute und einem Leben ohne Internet zufrieden geben sollen?

Der Widerspruch zwischen einem propagierten Wirtschaftssystem des Verzichts und den unerfüllten Grundbedürfnissen von Milliarden Menschen liegt vor allem im Gebot des Verzichts begründet.

Michael von Prollius

 
Der Starkolumnist des Kapitalismus
Sonntag, 21. September 2014

Am 29. November 1964 kamen im New York University Club namhafte Liberale zusammen. Sie hielten Vorträge zu Ehren eines Jubilars, der gerade ein Buch über die Grundlagen der Moral publiziert hatte. Ludwig von Mises würdigte ihn in seinem Grußwort: „In dieser Zeit des großen Ringens für Freiheit und eine Gesellschaft, in der Menschen als freie Menschen leben können, sind sie unser Anführer.“ Anlass war der siebzigste Geburtstag eines der größten Freiheitspublizisten: Henry Hazlitt. 2014 jährt sich sein Geburtstag zum 120. Mal, zugleich liegt sein Todestag erst 21 Jahre zurück – klassische Liberale werden alt und geraten in Vergessenheit.

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Strompolitik als Inbegriff sozialer Ungerechtigkeit
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 13. September 2014

Die Überschrift mutet wie ein Witz an, ein schlechter noch dazu: „Regierung räumt höhere Strompreise ein“. Darüber steht ein weitaus bedeutenderer Header: „Fast 40 Prozent“.

Es sollte kaum jemanden in Deutschland mit Verstand geben, der nicht weiß, dass die Regierungen durch Steuern und Abgaben die Energiepreise im allgemeinen und den Strompreis im besonderen in die Höhe treiben. Zweifelhafte Urteile über die Entwicklung des Klimas und moralisch vermeintlich korrekten Verhaltens müssen herhalten, um einen alltäglichen ökonomischen Konflikt um knappe Ressourcen zu lösen wie Steven E. Landsburg in seinem glänzenden Essay „Why I’m not an Environmentalist – The Science of Economics versus the Religion of Ecology“ aufzeigt. Erst die Politisierung dieser primär ökonomischen Frage verhindert vernünftige Lösungen und bürdet den Bürgern unnötige Kosten auf. Hinzu kommt eine aberwitzige Regulierung. Patrick A. McLaughlin hat in diesem überaus sehenswerten kurzen Video anschaulich aufgezeigt, warum wir in Sachen Regulierung bloß keine amerikanischen Verhältnisse anstreben sollten. Indes dürfte es in Deutschland und Europa noch viel schlimmer zugehen.

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Buch des Monats September 2014
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 07. September 2014

Arno Gruen: Wider den Gehorsam, Klett-Cotta, Stuttgart 2014, 97 S., 12,00 Euro.

Gehorsam ist das Fundament und die Pathologie unserer Kultur. Weil wir von Kindesbeinen an zu wenig unseren Wünschen, Bedürfnissen und Gefühlen folgen, sie verdrängen, zuweilen  ins Gegenteil verkehren und stattdessen die Erwartungen anderer erfüllen, hat Freiheit einen schwachen Stellenwert. Die Masse der Menschen kennzeichnet ein Persönlichkeitsgefüge, das „innere Regungen nach Freiheit mit Ungehorsam gegenüber der Macht gleichsetzt, von der man Anerkennung erhofft.“ Pflichterfüllung, Gehorsam, den Bildern treu bleiben, die Eltern und andere Autoritäten von sich vermitteln, all das steht der inneren Freiheit und damit der Freiheit als Wesensmerkmal der Gesellschaft im Wege.

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Unternehmer im Zeitalter der Extreme
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 04. September 2014

Hartmut Berghoff, Jürgen Kocka, Dieter Ziegler (Hg.): Business in the Age of Extremes. Essays in Modern German and Austrian Economic History. (Publications of the German Historical Institute.) Cambridge, New York, Melbourne, Cambridge University Press/German Historical Institute 2013. IX, 249 S., £ 60,–.

Die Erforschung des „Wie“ und „Warum“ im „Zeitalter der Extreme“ entzieht sich einfacher Formeln. Je nach Forschungsposition und -ansatz variieren Interpretationen, Gewichtungen und Einordnungen. Die zwölf Aufsätze des zu Ehren von Gerald Feldmann (1937-2007) publizierten Bandes folgen dessen sozio- und politikökonomischem Ansatz einer Geschichtsschreibung ohne explizite Theorie und untersuchen, ob Geschäftsleute und Unternehmen einen Anteil an der Entfesselung der Weltkriege, dem Scheitern der Demokratie in der Zwischenkriegsphase und dem Aufstieg des Nationalsozialismus sowie dessen Verbrechen hatten. Die Herausgeber verfolgen das Ziel, die Auswirkungen der drei großen Ideologien – Nationalismus, Kapitalismus und Sozialismus – auf die Wirtschaft zu betrachten. Unklar bleibt, was unter Kapitalismus verstanden wird. Liberalismus kann es nicht sein, denn der „Letzte Ritter des Liberalismus“ Ludwig von Mises urteilte treffend, dass die antiliberale Politik bereits zum Ersten Weltkrieg geführt habe.

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