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Voltaire wird recht behalten! (H. Milz) PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 09. November 2011

Gastbeitrag von Hubert Milz

Prof. Polleit hat in seinem Büchlein "Der Fluch des Papiergeldes" verschiedene Artikel gesammelt, die er in den letzten Jahren zum Thema Geld, Währung, Finanz- und Schuldenkrise veröffentlicht hat. Dabei zeigt Prof. Polleit, dass die Verwerfungen der Finanz- und Schuldenkrise kein Resultat des Marktes sind, sondern ihre originären Gründe im staatlichen Geld- und Zinsmonopol verortet sind, hinzu kommt das gesetzliche Privileg der Teilreserven, welches den Geschäftsbanken die Möglichkeit gibt Kreditgeld aus dem Nichts zu schaffen.

Auf Basis der Austrian-Business-Cycle-Theory, die von Ludwig von Mises zuerst formuliert und durch Friedrich August von Hayek und anderen wirklichen Ökonomen verfeinert worden ist, analysiert Prof. Polleit, dass die Schuldigen für die sog. Weltfinanzkrise und für die Staatsschuldenkrise in der Politik mit ihren Zentralbanken zu suchen sind.

Die Lösung der ursächlichen Probleme sieht Prof. Polleit im Brechen des staatlichen Geld- und Zinsmonopols. Preiskontrollen funktionieren nicht, haben noch nie funktioniert: Und der wichtigste Preis ist der Zins, d. h. der Preis für das Geld, auch hier scheitert die Preiskontrolle durch den Staat. Die Losung heißt: Zulassung von privater Geldproduktion und freie Zinsbildung am Markt.

Sollte das Ruder nicht noch herumgerissen werden, dann befürchtet Prof Polleit, dass Voltaire recht behält. Voltaire hat nämlich gesagt:

«Die Geschichte hat schon häufig gezeigt, dass Edelmetalle zwar im Preis fallen können, nie aber im Wert. Papiergeld dagegen ist bereits hunderte Male zu Tode gekommen. Papiergeld sinkt irgendwann immer auf seinen inneren Wert - NULL!»

Da die Politik sicherlich freiwillig keinesfalls auf das Geldmonopol verzichten wird, denn wer das Geld beherrscht, der steuert auch die Gesellschaft, wird Voltaire wohl recht behalten: Der sog. «kleine Mann» wird die Zeche zahlen müssen, d. h. für Deutschland innerhalb von einem Jahrhundert wohl zum dritten Mal!

Quelle: Der Beitrag ist zuerst auf Buchausgabe.de erschienen.

 
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