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Stimmen der Vernunft zur griechischen Staatspleite PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Donnerstag, 04. März 2010

Nach dem Banken-Bailout mit dem Geld der Steuerzahler geht es in der Weltwirtschaftskrise nun munter weiter zum Regierungsbailout ganzer Staaten. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass zumindest die Stimmung im Fall Griechenland in Richtung Ablehnung kippt. Das liegt nicht zuletzt an Stimmen der Vernunft, darunter Frank Schäffler mit seinem viel beachteten Gastkommentar für die Süddeutsche Zeitung "Rechtsbruch mit Folgen", der unter anderem von MM News aufgegriffen und eingeordnet wird. Ganz stark ist auch der Beitrag von Philipp Bagus in der NZZ "Griechen bringen Euro in Gefahr", der Zeigt, dass Griechenland schon längst - gleichsam unsichtbar - durch die Europäische Währungsunion gerettet wird. Zudem spricht Hans-Werner Sinn klare Worte, wenn er die Aufgabe des Euro durch die Griechen anregt. Zur strukturellen Instabilität der Währungsunion unter dem Euro hat Norbert Berthold den Finger in die Wunde gelegt. Schließlich gibt es einem kleinen Seitenhieb beim Antiebürokratieteam.

Die anstehenden Entscheidungen zum griechischen Regierungsbailout sind bedeutsam, weil hier Weichen für weitere überschuldete Regierungen in Europa wie Italien und Spanien gestellt werden. Und in absehbarer Zeit wird sich auch die deutsche Regierung dem selbst verschuldeten Überschuldungsproblem stellen müssen. Zugleich wird einmal mehr deutlich: Regierungen können nicht mit dem Geld ihrer Bürger umgehen und das staatliche Währungsmonopol ist nicht die Lösung, sondern das Problem.

 
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