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Keine amerikanischen Verhältnisse! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 10. März 2009

„Wir wollen doch keine amerikanischen Verhältnisse!“ lautet ein viel beschworenes Diktum, das zustimmendes Nicken auslöst. Der unkontrollierte, geradezu anarchische US-Markt treibt vielen Intellektuellen Schweißperlen auf die Stirn und lässt sie angesichts der sozialen Verhältnisse die Faust ballen. Hier in Deutschland ist zwar manches, nun gut vieles überreguliert, aber immerhin haben wir den Nachtwächterstaat überwunden. Das haben wir den USA voraus.

Well, Veronique de Rugy und Melinda Warren haben in einem Working Paper des Mercatus Center an der George Mason University das „Unglaubliche Wachstum des Regulierungsbudgets“ analysiert. Untersuchungsgegenstand sind 69 Ressorts und Behörden, eingeteilt in zwei Aktivitätsfelder: soziale und wirtschaftliche Regulierungen. 2009 soll das Budget 51,1 Milliarden US-Dollar umfassen. 85 Prozent werden für soziale Regulierungsmaßnahmen verwandt, darunter Behörden für Gesundheit, Arbeitssicherheit, Umwelt, Ernährung und Medikamente. 43,5 Milliarden US-Dollar sind für die Verwaltung und Verschärfung sozialer Regulierung geplant. Unter Präsident George W. Bush wuchs das Regulierungsbudget insgesamt so stark wie unter keinem seiner Vorgänger. Sein Nachfolger Barack Obama hat hier keinen „change“ versprochen.
Wahrlich, wir brauchen in Deutschland und Europa keine amerikanischen Verhältnisse!

 
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