| Prinzipienlose Prinzipientreue - Anmerkungen zu Guttenberg |
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| Sonntag, 15. Februar 2009 |
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Nach dem Ampelmännchen und den Polikliniken gewinnt nun auch das Konzept des volkseigenen Betriebs in der BRD offen an Popularität. In der vergangenen Woche konnten wir zudem die aus demselben östlichen Gesellschaftsmodell gut bekannte Praxis der Entbindung eines Ministers von seinen Pflichten durch den Parteivorsitzenden beobachten. Glos wurde gegangen, zu Guttenberg durfte die Kommandohöhen des Wirtschaftsministeriums besetzen. Die Kriterien für seine Wahl dürften eine allgemeine Gleichbehandlungsklage ausreichend begründen. Man stelle sich nur die entsprechende Absage eines Unternehmens an einen Bewerber vor: „Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir uns trotz Ihrer besseren Qualifikation für einen 37-jährigen Unterfranken entschieden haben“. In der FAZ vom Samstag gibt Karl-Theodor zu Guttenberg nun sein erstes großes Interview. Wir freuen uns, mehr über ihn zu erfahren als seine zahlreichen Vornamen, welche die Bild-Zeitung am Vortag für Titelseiten relevant hielt. Hatte die Bild-Zeitung mit ihrem Schwerpunkt wo möglich Recht? Florian Stronk |




