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Zitat des Monats August 2014
Donnerstag, 31. Juli 2014

Wer unserer Erkenntnis ist, hält Zufall weder für eine Gottheit wie die große Menge – denn nichts, was eine Gottheit tut, ist ohne Ordnung – noch für eine unsichere Ursache; denn er glaubt nicht, daß den Menschen ein Gut oder Übel vom Zufall zum glücklichen Leben beschert wird, dagegen daß die Ansätze zu großen Gütern oder Übeln vom Zufall geboten werden können; er hält es auch für besser, bei vernünftiger Überlegung vom Zufall genarrt, als bei unvernünftiger Überlegung vom Zufall begünstigt zu werden; besser ist es, wenn bei unserem Tun und Lassen, das was richtig entschieden ist, nicht vom Zufall zum Erfolg geführt wird.

Epikur: Brief an Pythokles, in: Philosophie der Freude. Briefe. Hauptlehrsätze. Spruchsammlung. Fragmente, übertragen und mit einem Nachwort von Paul M. Laskowsky, 14. Aufl. Berlin 2013, 59f.

 
Abschreckend: Japans Niedrigzinsmania und Konjunkturstimulanzia
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 30. Juli 2014

Japan dient häufig als Deflationsbeispiel. Die Sanierung der Bankbilanzen dauerte dort 15 Jahre und wurde erst vor kurzer Zeit erreicht. Die Masse der Einschätzungen zur japanischen Geld- und Fiskalpolitik scheint die realwirtschaftliche Lage weitgehend zu ignorieren. Die Ausgangslage vor dem Crash war gekennzeichnet durch:

  • Eine gigantische Assetpreisinflation (Grundstücke, Aktienmarkt).
  • Fundamentale Strukturprobleme der japanischen Wirtschaft, darunter Überkapazitäten und Verschuldung, die auch heute noch nicht zu Produktionsstrukturen geführt haben, die den Wünschen der Konsumenten entsprechen.

Dennoch hat es keine furchterregende Deflationsspirale gegeben: Von 2003-2013 wuchs das reale BIP um 10%, die Gewinne der Unternehmen stiegen, die Menschen shoppten.

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Manipuliert - die Kriegsschuldfrage in Frankreich
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 27. Juli 2014

Philippe Simonnot: „Die Schuld lag nicht bei Deutschland“. Anmerkungen zur Verantwortung für den Ersten Weltkrieg, Edition Europolis, Berlin o. J. (erschienen 2014), zweisprachig: 63 S. französischer, 70 Seiten deutscher Text, 13,90 Euro.

Der Essay des französischen Intellektuellen Philippe Simonnot leuchtet pointiert und punktuell die zeitgenössische Haltung zur Kriegsschuldfrage in Frankreich aus. En passant gelingt ihm damit ein kleines Lehrstück über die Bedeutung zunächst manipulierter, dann perpetuierter veröffentlichter Meinung.

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Video: Verdeckte, zerstörerische Inflationspolitik
Donnerstag, 24. Juli 2014

André F. Lichtschlag hat auf überaus freundliche Weise bei eigentümlich frei meinen Vortrag hervorgehoben, den ich beim Ludwig von Mises Institut Deutschland über die verdeckte, zerstörerische Inflationspolitik der Nationalsozialisten gehalten habe. Wer selbst einen Eindruck gewinnen möchte, der kann das über eigentümlich frei oder direkt über die Sons of Libertas tun, die dankenswerterweise die Konferenz aufgezeichnet haben. Die abschließende Podiumsdiskussion ist ebenfalls als Video verfügbar.

Betont sei, dass historisch radikale Beispiele besonders gut als Augenöffner dienen können für aktuelle Entwicklungen, die sich zugleich besser einordnen lassen. Das gilt auch angesichts der sogenannten Sparersteuer, die zunächst in Spanien eingeführt wurde, und dem erwarteten Eigentumsentzug in Deutschland, der besser unter dem Begriff Vermögensabgabe bekannt ist. Wallstreet online hat dazu eine bemerkenswerte Umfrage durchgeführt, die geradezu als Freibrief für die politischen Akteure in Deutschland gelten kann - nach dem Motto: Was erwartet wird, trifft auf wenig Widerstand.

 
Desaströse Inflation ist Folge von Staatsversagen
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 19. Juli 2014

Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 gilt als Deflationsmenetekel. Sie war indes viel mehr – der Kulminationspunkt eines Staatsversagens mit katastrophalen Ausmaßen, mithin Ausdruck

  • eines nicht zuletzt durch den ersten Weltkrieg und die Versailler Verträge zerrütteten internationales Finanzsystems,
  • einer (infolgedessen) nicht tragfähigen Auslandsverschuldung Deutschlands,
  • einer Protektionismusspirale, die die internationale Arbeitsteilung zerstörte (der Wiederaufbau der globalen Arbeitsteilung dauerte fast ein halbes Jahrhundert),
  • eines unbezahlbaren Wohlfahrtsstaates bereits in der Weimarer Republik,
  • einer desaströsen Politik des New Deal Interventionismus in den USA.

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Buch des Monats Juli 2014
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 15. Juli 2014

Daniel Stelter: Die Krise ... ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig. Was passiert mit unserem Geld? 77 Bilder zum Selberdenken und Mitreden, Finanzbuchverlag, München 2014, 109 S., 6,99 Euro.

Ein Chart sagt sicherlich nicht mehr als 1.000 Worte, aber um die Billionen-Schulden-Krise zu verstehen, sind Abbildungen sehr hilfreich. Unternehmensberater neigen dazu, die Welt der Wirtschaft mit Charts zu veranschaulichen und zu simplifizieren, aber eine gute Präsentation vermag zum perspektivenreichen Nachdenken anzuregen.

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Vier Stimmen, ein Konzert
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 12. Juli 2014

Eine Einführung in die Werke von Carl Menger, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek und Murray N. Rothbard, ausgewählt und eingeleitet von Michael von Prollius, Berlin o.J. Kostenloser Download der Broschüre beim Freiheitswerk.

Aus der Einleitung der Broschüre:

Freiheit

Freiheit ist für die Entwicklung jedes einzelnen Menschen wie für die ganze Gesellschaft ein lebensentscheidender Wert. Freiheit besitzt einen zeitlos faszinierenden Klang. Erst Freiheit ermöglicht die Entfaltung des persönlichen Potenzials. Ohne Freiheit verkümmern Menschen – auf Pfaden der Abhängigkeit und Knechtschaft. Zugleich wird Freiheit in Deutschland relativ gering geschätzt. Freiheit rangiert hinter Gleichheit und Sicherheit, die zusammen genommen auch unter „sozialer Gerechtigkeit“ firmieren. Im aktuellen „Economic Freedom Index Report 2012“ belegt Deutschland nur noch Rang 31 von 144 Ländern, nach der Schweiz (4), Finland (9), Katar (17) und Montenegro (28). Im Report von 2013 schafft es Deutschland auf Rang 19.

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