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Zitat des Monats September 2014
Sonntag, 31. August 2014

Jede wirtschaftliche Veränderung wird … im sozialistischen Gemeinwesen zu einem Un­ter­neh­men, dessen Erfolg weder im vorhinein abgeschätzt noch auch später rückschauend fest­ge­stellt wer­den kann. … Sozialismus ist Aufhebung der Rationalität der Wirtschaft.

Ludwig von Mises: Die Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen, in: Ar­chiv für So­zial­wissenschaft und Sozialpolitik 47 (1920/21), 86–121, 104.

 
Strompolitik als Inbegriff sozialer Ungerechtigkeit
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 13. September 2014

Die Überschrift mutet wie ein Witz an, ein schlechter noch dazu: „Regierung räumt höhere Strompreise ein“. Darüber steht ein weitaus bedeutenderer Header: „Fast 40 Prozent“.

Es sollte kaum jemanden in Deutschland mit Verstand geben, der nicht weiß, dass die Regierungen durch Steuern und Abgaben die Energiepreise im allgemeinen und den Strompreis im besonderen in die Höhe treiben. Zweifelhafte Urteile über die Entwicklung des Klimas und moralisch vermeintlich korrekten Verhaltens müssen herhalten, um einen alltäglichen ökonomischen Konflikt um knappe Ressourcen zu lösen wie Steven E. Landsburg in seinem glänzenden Essay „Why I’m not an Environmentalist – The Science of Economics versus the Religion of Ecology“ aufzeigt. Erst die Politisierung dieser primär ökonomischen Frage verhindert vernünftige Lösungen und bürdet den Bürgern unnötige Kosten auf. Hinzu kommt eine aberwitzige Regulierung. Patrick A. McLaughlin hat in diesem überaus sehenswerten kurzen Video anschaulich aufgezeigt, warum wir in Sachen Regulierung bloß keine amerikanischen Verhältnisse anstreben sollten. Indes dürfte es in Deutschland und Europa noch viel schlimmer zugehen.

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Buch des Monats September 2014
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 07. September 2014

Arno Gruen: Wider den Gehorsam, Klett-Cotta, Stuttgart 2014, 97 S., 12,00 Euro.

Gehorsam ist das Fundament und die Pathologie unserer Kultur. Weil wir von Kindesbeinen an zu wenig unseren Wünschen, Bedürfnissen und Gefühlen folgen, sie verdrängen, zuweilen  ins Gegenteil verkehren und stattdessen die Erwartungen anderer erfüllen, hat Freiheit einen schwachen Stellenwert. Die Masse der Menschen kennzeichnet ein Persönlichkeitsgefüge, das „innere Regungen nach Freiheit mit Ungehorsam gegenüber der Macht gleichsetzt, von der man Anerkennung erhofft.“ Pflichterfüllung, Gehorsam, den Bildern treu bleiben, die Eltern und andere Autoritäten von sich vermitteln, all das steht der inneren Freiheit und damit der Freiheit als Wesensmerkmal der Gesellschaft im Wege.

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Unternehmer im Zeitalter der Extreme
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 04. September 2014

Hartmut Berghoff, Jürgen Kocka, Dieter Ziegler (Hg.): Business in the Age of Extremes. Essays in Modern German and Austrian Economic History. (Publications of the German Historical Institute.) Cambridge, New York, Melbourne, Cambridge University Press/German Historical Institute 2013. IX, 249 S., £ 60,–.

Die Erforschung des „Wie“ und „Warum“ im „Zeitalter der Extreme“ entzieht sich einfacher Formeln. Je nach Forschungsposition und -ansatz variieren Interpretationen, Gewichtungen und Einordnungen. Die zwölf Aufsätze des zu Ehren von Gerald Feldmann (1937-2007) publizierten Bandes folgen dessen sozio- und politikökonomischem Ansatz einer Geschichtsschreibung ohne explizite Theorie und untersuchen, ob Geschäftsleute und Unternehmen einen Anteil an der Entfesselung der Weltkriege, dem Scheitern der Demokratie in der Zwischenkriegsphase und dem Aufstieg des Nationalsozialismus sowie dessen Verbrechen hatten. Die Herausgeber verfolgen das Ziel, die Auswirkungen der drei großen Ideologien – Nationalismus, Kapitalismus und Sozialismus – auf die Wirtschaft zu betrachten. Unklar bleibt, was unter Kapitalismus verstanden wird. Liberalismus kann es nicht sein, denn der „Letzte Ritter des Liberalismus“ Ludwig von Mises urteilte treffend, dass die antiliberale Politik bereits zum Ersten Weltkrieg geführt habe.

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Wahlfazit: "Against Politics"
Geschrieben von: mvp   
Montag, 01. September 2014

Das aussagekräftigste Wahlfoto kursiert derzeit in Facebook:










Die Mehrheit der Wähler gibt keine Stimme für unterschiedliche Farben des einen politik-ökonomischen Establishments ab. Ein ermutigendes Zeichen? Zumindest eine Gelegenheit für einen echten Politikwechsel.

Ein angemessener nächster Schritt wäre nun, mehr als die Hälfte der Sitze im Parlament leer zu lassen und den Steuerzahlern die in der Legislaturperiode nicht anfallenden Ausgaben durch Steuerrückzahlungen zu erstatten.

 
Asoziale Folgen des Mindestlohns
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 31. August 2014

Der Mindestlohn hat Folgen. In Brandenburg gehören dazu: abgehackte Obstbäume, reduzierte Ernten, Kündigungen wie ein Beitrag auf rbb-online knapp illustriert.

Was die Politik propagiert hat, ist "soziale Gerechtigkeit", was sie tatsächlich bewirkt ist asozial, undemokratisch, ungerecht und macht die Menschen ärmer.

Frau Nahles behauptete: Die Mindestlohnempfänger seien auch Konsumenten, so dass der volkswirtschaftliche Effekt positiv sein werde. Sichtbar ist, dass Obstbauern und Konsumenten geschädigt werden. Es ist immer das gleiche Lied: Die Eingriffe der Politiker in die Kooperation der Menschen soll Positives für eine identifizierte Gruppe bewirken, hier die Lohnempfänger, und bewirkt die vielen Schäden aus, hier die Unternehmer, die nun Subventionen benötigen würden, um ihre Betriebe in gleichem Maße fortzuführen, die Konsumenten, die ein geringeres Obstangebot erhalten, die Angestellten, die gekündigt werden oder erst gar keinen Job bekommen, die Kirschbäume, die abgesägt wurden, ...

 
Wachstumsfetischismus
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 29. August 2014

Wachstum! So lautet die Parole der Postmoderne. Wachstum statt Reformen soll aus der Euro-Krise helfen. Die von der EU verabschiedeten Wachstumsstrategien, im Jahr 2000 die „Lissabon-Strategie“ und 2010 „Europa 2020“, waren bereits vor ihrer Verkündung Makulatur. In Berlin analysiert ein weltweit renommierter Ökonom anlässlich der XI. Ludwig-Erhard-Vorlesung Gründe für den nachlassenden Wachstumstrend – Ökonomie degeneriert dort zum Denken in Aggregaten, abgekoppelt von menschlichem Handeln. Der Internationale Währungsfonds verordnet Entwicklungsländern Wachstumsreformen und zieht den Zorn der Bevölkerung auf sich. Kein Wunder, eine Rechnung ohne Menschen, lediglich politische Kartelle bereichern sich. Medien berichten permanent über das Wachstum von Unternehmen und Volkswirtschaften: größer, schneller, bloß nicht still stehen! Wer nicht zur Ruhe kommt, der redet viel, hat aber nichts zu sagen.

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