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Zitat des Monats Dezember 2014
Montag, 01. Dezember 2014

Es genügt heute nicht, sich mit dem Problem der Markttheorie in der überlieferten Weise zu befassen; man muss die Markttheorie fest in der allgemeinen Lehre vom menschlichen Handeln, in der Praxeologie, verankern.

Ludwig von Mises: Nationalökonomie, Genf 1940, 7.

 
Freiheitskeime 2015: Western von gestern für Freiheit von morgen
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 17. Dezember 2014

Die Freiheitkeime 2015, hg.v. Henning Lindhoff, enthalten wieder jede Menge wertvolles Saatgut. Mehr dazu später. Vorab ein Hinweis auf meinen Beitrag: "Western von gestern für Freiheit von morgen", in dem ich den Film "Open Range" mit Kevin Costner und Robert Duvall in liberaler und historischer Perspektive analysiere. Hören kann man den Beitrag hier - gelesen von Sarah Klostermair.

 
Ordnungssuche beim Mises Institut
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 13. Dezember 2014

Ein Artikel von mir zur Suche nach einer neuen Ordnung ist beim Ludwig von Mises Institut Deutschland erschienen. Der Artikel skizziert die Ordnungsprobleme heute und die Lösungsrichtung - mehr klassisch liberal als ordoliberal.

Das dazu passende, gerade erschienen Buch gibt es u.a. hier:
Michael von Prollius: Auf der Suche nach einer neuen Ordnung, BoD, Fürstenberg 2014, 207 S, 7,99 Euro. ISBN: 978-3735779588.

 
Betriebswirtschaftlicher Erfolg - Österreichische Schule sei Dank
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 07. Dezember 2014

Die Österreichische Schule bietet mehr als nur Erkenntnisse über volkswirtschaftliche Tatsachen, sie kann auch zu betriebswirtschaftlichen Belangen erhebliches beitragen. Das verwundert kaum, steht doch der Unternehmer im Zentrum der österreichischen Ökonomik. Aber was bedeutet das konkret?

Eine Antwort hat Charles Koch gefunden, bei Mises, Hayek und auch Schumpeter, mit der er durch die „Umarmung des Wandels ein kleines Unternehmen entwickeln konnte – es macht heute 115 Mrd. US-Dollar Umsatz und ist mit 70.000 Mitarbeitern in 50 Ländern präsent.

Manfred Hoefle stellt Kochs MBM – Market Based Management – in einem lesenswerten Denkzettel auf managerismus.com vor.

 
LI-Freiheitsfeier 2014 - "Soziale Gerechtigkeit" auf dem Prüfstand
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 05. Dezember 2014

Das Liberale Institut, Züricr, ist eine kluge Bastion der Freiheit - gelebter bürgerlicher Freiheit im besten Sinn. Seit dreieinhalb Jahrzehnten stemmt sich die Freiheitszunft gegen den Zeitgeist. Die Wissenschaftler und Unterstützer werben für den zeitlosen Wert der besseren Ideen.
Bei der Jahresfeier am 3. Dezember 2014 wurde der Röpke-Preis an ein liberales Urgestein verliehen, Prof. Peter Bernholz, der anschließend einen Vortrag über den Schleichweg in die Knechtschaft hielt, kraftvoll empirisch illustriert.
Zuvor hatte mich Pierre Bessard freundlicherweise gebeten, zentrale Ergebnisse meiner Studie für das Liberale Institut über "Soziale Gerechtigkeit" vorzutragen. Als Kernaussagen lassen sich festhalten:

  1. Recht ist eine freiwillige Übereinkunft zum Lösen von Konflikten, das friedensstiftend wirkt, während die Alternative zur Herrschaft des Rechts – das Recht des Stärkeren – Konflikte hervorruft.
  2. Gerechtigkeit ist ein vieldeutiger Begriff, der sich sinnvoll nur auf individuelles, rechtskonformes Handeln zwischen Menschen beziehen kann und damit nur individuelle Rechte, nicht aber Ansprüche von Gruppen betreffen kann.
  3. Gleichheit als Gleichbehandlung von gleichen und ungleichen Menschen unter dem Recht ist frei von Willkür, während erzwungene materielle Gleichheit nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat und Freiheit beschneidet.
  4. Chancengleichheit und Fairness sind irreführende, nicht realisierbare Forderungen, sobald sie sich auf gesellschaftliche Zustände richten und durch Freiheitsbeschränkungen realisiert werden.
  5. Gerechtigkeit und Umverteilung sind unauflösbar mit dem Koordinationsproblem von Wirtschaft und Gesellschaft verbunden, das eine non-zentrale Lösung in einer spontanen Ordnung erfordert.
  6. „Soziale Gerechtigkeit" kann sinnvoll nur in einer liberalen Gesellschaftsordnung erfüllt werden.

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Buch des Monats Dezember 2014
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 03. Dezember 2014

Norbert Bolz: Die ungeliebte Freiheit. Ein Lagebericht, Wilhelm Fink Verlag, München 2010, 169 S., 16,90 Euro.

„Freiheit bedeutet: Der Bürger handelt. Gleichheit aber bedeutet: Der Staat handelt.“ Diese und andere prägnante Formeln bietet der in Berlin lehrende Medienwissenschaftler Norbert Bolz in seinen facettenreichen Perspektiven auf Freiheit und Knechtschaft geradezu en masse.

Sein ideengeschichtlich-philosophisches Feuerwerk ist ein Plädoyer für Mut zur Bürgerlichkeit.

Die Angst vor der Freiheit schließe die Menschen in ein soziales Gefängnis ohne Ketten und Schlösser. Zudem wollten die Menschen nicht Freiheit, sie streben nach Glück, das es mehr als flüchtig aber nur über die Freiheit gebe.

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Politische Ökonomie: "Deutschland AG"
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 28. November 2014

Ralf Ahrens, Boris Gehlen, Alfred Reckendrees (Hg.): Die „Deutschland AG“. Historische Annäherungen an den bundesdeutschen Kapitalismus, Bochumer Schriften zur Unternehmens- und Industriegeschichte Bd. 20, Klartext Verlag, Essen 2013, 377 S., 39,95 Euro.

Unternehmerisches Handeln ist zielgerichtet, auf Gewinn ausgerichtet und erfolgt unter dem Eindruck von Unsicherheit. Auf Märkten können Unternehmen Profite erzielen durch Arbitrage, erfolgreiche Spekulation über zukünftige Konsumentenwünsche und Innovationen. Permanent entstehen neue Gewinnmöglichkeiten aufgrund veränderlicher Marktdaten, darunter Präferenzen und Technologien. Erfolgreiche Strategien werden nachgeahmt, wenn ein freier Marktzu- und Marktaustritt möglich ist. Die Profitmöglichkeiten nehmen ab, der Wettbewerb beseitigt „gesellschaftliche Suboptimalität“ (Israel Kirzner). Im Zentrum politischen Handelns stehen demgegenüber das Erlangen und der Gebrauch von Macht. Die politische Praxis wird durch Vergabe von Privilegien dominiert. Unternehmensführer haben Anreize, durch ökonomisches und politisches Handeln ihre Wettbewerbsposition zu stärken.

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