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Zitat des Monats März 2010

Der totale Wohlfahrtsstaat ist unvermeidlicherweise ein totalitärer Zwangsstaat, und wir würden damit, ob wir wollten oder nicht, auf die Staatssklaverei des Totalitarismus lossteuern. Wenn wir das nicht wollen, müssen wir in Übereinstimmung mit dem Subsidiaritätsprinzip den Grundsatz vertreten, dass die soziale Sicherung ein notwendiges Übel ist, das unbedingt auf die Fälle beschränkt werden muss, in denen es nachweislich unentbehrlich ist, und in denen der Eintritt dieser Unentbehrlichkeit nicht vorbeugend verhindert werden konnte. Mit moralischer Berechtigung dürfte auf Sozialunterstützungen nur in den Fällen zurückgegriffen werden, wo der einzelne sich eben wirklich und nachweisbar nicht selber oder durch seine Familie helfen kann.

Alexander Rüstow, Rede und Antwort, 211.

 
Standortbestimmung im dritten Jahr der Finanzkrise

Vorträge über die Finanzkrise ziehen ein größeres Publikum an. Das gilt umso mehr, wenn Insider berichten und die Aussicht auf (noch so allgemeine) Anlageempfehlungen besteht. So geschehen vor kurzem in einer eigentümlichen, aber traditionsreichen Gastwirtschaft im Herzen Südwest-Berlins. Der Vorstand eines mittelgroßen Hypothekenfinanzierers zog eine vorläufige Bilanz im dritten Krisenjahr. Die Vortrag fesselte geradezu die Gebildenten Zuhörer, trotz aller Unerfreulichkeit des Themas und der Perspektiven.

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Vorschlag für den Finanzminister: Kein Witz!

Gastbeitrag von Eva Zießler

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Civitas humana PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: mvp   
Mittwoch, 10. Februar 2010

CoverWilhelm Röpke: Civitas humana, Erlenbach-Zürich, Stuttgart (Erstauflage 1944), letzte Neuauflage 1979, 412 S., antiquarisch erhältlich.
Bereits 1944 veröffentlichte Wilhelm Röpke als Pendant zur gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Diagnose "Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart" seine Therapie mit dem Titel Civitas humana: Aus einer kranken Gesellschaft sollte sich eine menschenwürdige Ordnung entwickeln. Die Unvereinbarkeit der Staatsallmacht mit einer liberal-demokratischen Gesellschaft galt (und gilt es erneut) durch eine Neuordnung von Wissenschaft, Staatsordnung, Gesellschaft und Wirtschaft aufzulösen. Dezentralisierung, Bindung an die Natur, Freihandel und Wiederherstellung des Eigentums sind Stützpfeiler eines „Wirtschaftshumanismus“ – der spätere und der Formel "soziale Marktwirtschaft" an die Stelle von Sozialismus und Wohfahrtsstaat treten sollte.

Der Band eignet sich als Lektüre en bloc wie zum Stöbern. Sie werden sehr aktuelle Themen darin finden, etwa "aktive Konjunkturpolitik", "Hybris der Vernunft", Vermassung und Proletarisierung und das "Irrlicht der 'Vollbeschäftigung'".
 
Big Brother beobachtet dich—und zahlen musst du auch!

Gastbeitrag von Eva Zießler

Lidl tut es, die Deutsche Bahn tut es, Flughafenbetreiber tun es, und nun tut es auch die Schule...

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Stimmen der Vernunft zur griechischen Staatspleite PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pk   
Donnerstag, 04. März 2010

Nach dem Banken-Bailout mit dem Geld der Steuerzahler geht es in der Weltwirtschaftskrise nun munter weiter zum Regierungsbailout ganzer Staaten. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass zumindest die Stimmung im Fall Griechenland in Richtung Ablehnung kippt. Das liegt nicht zuletzt an Stimmen der Vernunft, darunter Frank Schäffler mit seinem viel beachteten Gastkommentar für die Süddeutsche Zeitung "Rechtsbruch mit Folgen", der unter anderem von MM News aufgegriffen und eingeordnet wird. Ganz stark ist auch der Beitrag von Philipp Bagus in der NZZ "Griechen bringen Euro in Gefahr", der Zeigt, dass Griechenland schon längst - gleichsam unsichtbar - durch die Europäische Währungsunion gerettet wird. Zudem spricht Hans-Werner Sinn klare Worte, wenn er die Aufgabe des Euro durch die Griechen anregt. Zur strukturellen Instabilität der Währungsunion unter dem Euro hat Norbert Berthold den Finger in die Wunde gelegt. Schließlich gibt es einem kleinen Seitenhieb beim Antiebürokratieteam.

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