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So gesehen läßt sich daher die ganze Lehre von der Wirtschaft auf eine einzige Lektion und diese Lektion auf einen einzigen Satz reduzieren. Die Kunst des Wirtschaftens besteht darin, nicht nur die unmittelbaren, sondern auch die langfristigen Auswirkungen jeder Maßnahme zu sehen; sie besteht ferner darin, die Folgen jedes Vorgehens nicht nur für eine, sondern für alle Gruppen zu bedenken.
Henry Hazlitt: Econmics! Über Wirtschaft und Misswirtschaft, Neuauflage München 2009, 27. |
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Geschrieben von: mvp
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Mittwoch, 25. Januar 2012 |
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Es gibt viele Berührungspunkte zwischen Liberalen, Konservativen und Freidenkern, wenn das Prinzip stimmt. Nachfolgend, bei Albert Schweizer, stimmt es:
Ein freier Mensch
Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen zu
fallen - wenn ich es kann!
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten!
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein,
gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas
sehnen und es verwirklichen; Schiffbruch erleiden und Erfolg haben.
Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit
einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens
entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen.
Lieber die gespannte Erregung des eigenen
Erfolges, als dumpfe Ruhe Utopiens!
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten
hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben.
Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und
zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen
und zu bekennen: Dies ist mein Werk!
Das alles ist gemeint, wenn wir sagen: Ich bin ein freier Mensch! |
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Geschrieben von: mvp
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Dienstag, 24. Januar 2012 |
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Für das Liberale Institut (Zürich) habe ich eine ordnungspolitische Zwischenbilanz zur Euro-Misere verfasst. Kernaussage: Der Wohlfahrtsstaat hat in die Euro-Krise geführt. Ein neuer EU-Zentralismus kann diese Ursache nicht beheben. Ziel: Die tiefer liegenden Gründe für die Misere in einen Gesamtzusammenhang stellen und Perspektiven aufzeigen. Es geht also um das Grundsätzliche und das bedeutet gewahr werden, dass derzeit Weichen für eine andere Ordnung gestellt werden.
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Geschrieben von: mvp
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Montag, 23. Januar 2012 |
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Das Ereignis der letzten beiden Wochen ist der Tod von Roland Baader. Seine konsequent liberale Stimme wird nicht nur den Freunden der Freiheit fehlen. Gerade den Gegnern einer offenen Gesellschaft, ganz besonders jene, die sich gerne mit einem liberales Lifestyle-Mäntelchen schmücken, bietet nun ein konsequent liberales Korrektiv weniger die Stirn. In seiner Gesamtschau über Nachrufe aus der Blog-Szene schreibt André F. Lichtschlag auf eigentümlich frei immerhin: „während sich die Mainstreammedien noch schwer tun mit der Würdigung Roland Baaders, nehmen unzählige Internet-Blogs bewegt Abschied. In den letzten Jahren ist auch in Deutschland eine neue, ebenfalls sehr junge „Szene“ herangewachsen, die sich den Ideen eines Ron Paul oder eben auch Roland Baaders verschrieben hat.“ Für die Politiker und Politikberater unter den Lesern dieses Artikels mag Roland Baaders „Traum eines Mittelständlers“ als Richtschnur für Denken und Handeln dienen, die sie zum Wohle aller beherzigen mögen, einige Wähler und Sonderinteressenvertreter sicherlich ausgenommen: Abschließend sei auf den besonders einprägsamen Eintrag auf einer Erinnerungsseite für Verstorbene hingewiesen. |
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Geschrieben von: mvp
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Sonntag, 22. Januar 2012 |
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Aus aktuellem Anlass: Wohin in Deutschland und Europa? Leitlinien für politische Reformen (Das Buch mag für manche einen wenig verkaufsträchtigen Titel haben, aber ich mag den Inhalt und das Buch).
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst! Mitten in der internationalen Finanzkrise und der allgegenwärtigen Konzentration auf das, was der Staat tun kann und nach dem vermeintlichen Ende der Geschichte auch tatsächlich zu tun wagt, ist die Rückbesinnung auf die Determinanten der Sozialen Marktwirtschaft ein wichtiger erster Schritt. Nachdem das Erbe ihrer Gründerväter bereits leichtfertig verspielt wurde gilt es nun, sich ihre Erfolgsprinzipien zu vergegenwärtigen. Eine Rückkehr zur Sozialen Marktwirtschaft setzt eine Erneuerung der Marktwirtschaft voraus. Die Soziale Marktwirtschaft benötigt heute mehr denn je Prinzipien für die tägliche Ausgestaltung. Diese Prinzipien, so schwer viele von uns sich auch damit tun, greifen auf die lange Tradition zurück, die klassisch Liberale wie Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek sowie Neoliberale wie Ludwig Erhard, Walter Eucken, Wilhelm Röpke und Alexander Rüstow zur Überwindung des großen Dilemmas in der Mitte des 20. Jahrhunderts wiederbelebt haben. Es geht um die abendländischen Prinzipien der Freiheit unter dem Recht, die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz und die freiwillige Solidarität. Sie bilden den Kern einer freien Gesellschaft, deren vornehmster Ausdruck die freie, durch den Staat gesicherte Marktwirtschaft ist. Diese Prinzipien wurden geschleift und ausgehöhlt. Um so mehr bleiben sie die unabdingbare Voraussetzung für das einzige zukunftsfähige sozial-ökonomische Konzept: die Marktwirtschaft. |
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Geschrieben von: mvp
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Mittwoch, 18. Januar 2012 |
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Gerd Habermann: Freiheit oder Knechtschaft? Ein Handlexikon für liberale Streiter, Olzog Verlag, München 2011, 256 S., 26,90 Euro.
Der Wirtschaftsphilosoph Gerd Habermann weist mit seiner neuen Kompilation auf den zeitlosen, im Krisenringen wieder brandaktuellen Gegensatz zweier ordnungspolitischen Idealtypen hin: Freiheit oder Knechtschaft? Das dem Handlexikon vorangestellte Konfuzius-Zitat ist Programm: „Wenn die Begriffe sich verwirren, verfallen die Ordnungen.“ Wie bereits mit seinem polemischen Soziallexikon „Richtigstellung“ streitet der Vollblutliberale leidenschaftlich gegen die praktizierte Umwertung der Begriffe. |
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Geschrieben von: mvp
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Sonntag, 15. Januar 2012 |
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- Aus dem FOP Archiv unvollendeter Entwürfe, nun abgerundet. -
In der öffentlichen Meinung gelten staatliche Ausgaben als gut. Werden Ausgabenkürzungen unumgänglich, weil das Wachstum der Verschuldung das der Staatseinnahmen auf inakzeptable Ausmaße überragt, weisen Kommentatoren auf die – vermeintlich – nachteiligen Folgen für das Wirtschaftswachstum und den Binnenkonsum hin. |
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