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Zitat des Monats April 2014
Dienstag, 01. April 2014

So ist nämlich der Gang der Wirtschaftsgeschichte: der Luxus von heute ist das Bedürfnis von morgen. Aller Fortschritt tritt zuerst als Luxus der wenigen Reichen ins Leben, um dann nach einiger Zeit das selbstverständliche notwendige Bedürfnis aller zu werden. Der Luxus gibt dem Konsum und der Industrie die Anregungen, Neues zu erfinden und einzuführen. Er ist eine der dynamischen Einrichtungen unseres Wirtschaftslebens. Nur ihm verdanken wir den Fortschritt und die Neuerungen, die schrittweise Hebung des Lebensstandes aller Kreise der Bevölkerung.

Ludwig von Mises: Liberalismus, Erstauflage 1927, Nachdruck 3. Aufl. Sankt Augustin 2000, 29.

 
Gut gemacht: Einblicke in Roland Baaders Denken
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 22. April 2014

Gregor Hochreiter: Geld, Gesellschaft, Zukunft. Roland Baader – Portrait eines unbequemen Freiheitsdenkers, Resch Verlag, Gräfelfing 2014, 224 S., 12,90 Euro.

Wer auf eine Reise gehen möchte, dem sei der Band über die Bandbreite des Denkens von Roland Baader an Herz gelegt. Die Reise beginnt in Wien im Café Landtmann und endet auch dort – mit einer Episode über eine angeregte Diskussion zwischen Roland Baader, dem Verleger Ingo Resch und Gregor Hochreiter. Dazwischen liegen sorgfältig ausgewählte, wohl kommentierte und erörterte Zitate, die als thematische Portraits in fünf Kapitel gegliedert sind. Der Kritik am gegenwärtigen Geldsystem folgt eine Illustration des unbequemen Freiheitsdenkers als Aufrüttler des lethargischen Bürgertums; an die Anatomie sozialistischen Denkens schließt eine Komposition der drei baaderschen Pfeiler einer freien Gesellschaft an. Das letzte Kapitel realisiert das Anliegen von Autor und Verleger, Baader mit einer christlichen Brille zu betrachten und den Christ Roland Baader als Widerpart zum Gottspielertum darzustelen.

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Islamismus und Faschismus haben Gemeinsamkeiten
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 18. April 2014

Hamed Abdel-Samad: Der islamische Faschismus. Eine Analyse, Droemer Verlag, München 2014, 223 S., 18,00 Euro.

Der Islam sei tolerant und seine Verunglimpfung durch Hamed Abdel-Samad müsse mit dem Tod bestraft werden. Diese wie Realsatire anmutende Begebenheit weist nicht nur auf den Kern des Islamismus, sondern auch auf das eigentliche Anliegen des Buches.

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Buch des Monats April 2014
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 15. April 2014

Stefan Blankertz: Das libertäre Manifest. Zur Neubestimmung der Klassentheorie, edition g. 104, Berlin 2012, 216 S., 14,80 Euro.

Es ist der Staat an sich, der das Problem darstellt und die ihm zugrundeliegende Ideologie. Beide lassen sich nicht (allein) mit Argumenten bekämpfen. Eine neue Klassentheorie ist erforderlich. Die hat der Freiheitsdenker Stefan Blankertz in einer gedankenreichen und anregenden Neuauflage seines libertären Mainfests von 2001 in erweiterter Form vorgelegt: „Nur wenn wir aufdecken, welche ökonomischen Interessen hinter den etatistischen Argumentationen stehen, lässt sich begreifen, warum hartnäckig an der sachlich längst widerlegten Behauptung festgehalten wird, der Staat sei eine soziale Notwendigkeit oder soziale Errungenschaft.“

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Libertäre Energie in der Humboldt Universität
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 13. April 2014

Die Berliner Humboldt Universität war einmal der Inbegriff der Freiheit durch Bildung. Zeitgeschichtlich ist sie hingegen zuletzt ein Hort von Unfreiheit und etatistischer Willkür gewesen – bis die Freiheitsrevolution eine Rückkehr zu den Wurzeln ermöglicht hätte. Diese Chance wurde bisher verschenkt. Am 7. April 2014 hat sich das geändert.

Jesus Huerta de Soto, führender libertärer Denker und auch akademischer Unternehmer weit über die Grenzen Madrids und Spaniens hinaus, referierte mit Herz und Verstand über die Essentials der Austrian Economics. Drei Teile fügten sich zu einem anregenden Vortrag zusammen, der über die von Freiheitswerk, Hayek-Gesellschaft und den Students for Liberty hinaus eingeladene Szene allen Studenten und Lehrkräften der HU Berlin wichtige andere Perspektiven eröffnet hätte. Im Mittelpunkt standen die Wurzeln der Österreichischen Schule in Salamanca, ihre Kernideen und das Konzept der dynamischen Effizienz. Alle drei Teile waren eine freiheitliche und intellektuelle Wohltat. Ob die Mauern der HU Risse bekamen oder diese dem Raubbau der Jahrzehnte unter dem Sozialismus geschuldet waren, ließ sich nicht mehr eindeutig klären. Der Zustand des Hörsaals zeugte indes von der spießbürgerlichen Behandlung einer bildungsbürgerlichen Epoche.

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Wilhelm von Humboldts als Kritiker absolutistischer Machtansprüche
Geschrieben von: HK   
Sonntag, 13. April 2014

Die Grenzen der Wirksamkeit des Staates

Eine Zusammenfassung von Helmut Krebs

Wilhelm von Humboldt (1767–1835) entstammte einer preußischen Beamtenfamilie von jungem Adel. Seine Mutter war eine wohlhabende Witwe aus einer hugenottischen Einwandererfamilie. Ihr Vermögen setzten ihn und seinen Bruder Alexander in den Genuss finanzieller Unabhängigkeit. Die Brüder erfuhren eine Privaterziehung bei den besten Gelehrten Berlins. Diese verkehrten im Kreis der Berliner Aufklärer. Alte Sprachen, Philosophie (insbesondere Kant), Geschichte, Naturrecht und Nationalökonomie stand auf dem Lehrplan. Von der altgriechischen Kultur war Humboldt besonders beeinflusst. Dem klassischen Ideal der harmonischen Persönlichkeit blieb er während seines ganzen Lebens treu. Als junger Erwachsener verkehrte er in den Salons von Henriette Herz und Rachel Levin (Varnhagen), wo er auch Friedrich Gentz kennen lernte. Bildungsreisen in Zentren des Geistesleben wie Göttingen, Mainz und auch nach Paris erweiterten seinen geistigen Horizont.

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"Deutschland von Sinnen"
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 10. April 2014

Akif Pirincci: Deutschland von Sinnen. Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer, Lichtschlag in der Edition Sonderwege, Waltrop und Leipzig 2014, 276 S., 17,80 Euro.

Ideologie kann man nicht mit Argumenten bekämpfen. Und Ödnis lässt sich nicht gutmenschlich in eine Oase verwandeln.

Der demokratische Wohlfahrtsstaat ist Ideologie und öde zugleich. Er bietet Sicherheit, die die Deutschen inzwischen über alles schätzen. Zugleich löst er Ängste aus, die von seinen Profiteuren zuweilen geschürt werden, nicht zuletzt um ihre Herrschaft und die damit einhergehenden Privilegien zu schützen.

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