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Zitat des Monats November 2014
Freitag, 31. Oktober 2014

Wirtschaftliches Kommando ist nicht nur das Kommando über einen Sektor der menschlichen Lebens, der von den übrigen getrennt werden kann; es ist die Herrschaft über die Mittel für alle unsere Ziele.  Wer die alleinige Verfügung über die Mittel hat, muß auch bestimmen, welchen Ziele sie dienen sollen, welche Werte höher und welche niedriger veranschlagt werden müssen, kurz, was die Menschen glauben und wonach sie streben sollen.

Friedrich August von Hayek: Der Weg zur Knechtschaft, Erstauflage 1944, Neuausgabe München 1994, 123.

 
Fed sollte Geldmenge 30 Jahre nicht ausweiten
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 30. Oktober 2014

Nachdem das Federal Open Market Committee (FOMC) der amerikanischen Zentralbank mit 11:1 beschlossen hat, die Wertpapierkäufe nicht mehr fortzuführen, lohnt sich ein Blick auf die Statistik:

Die monetäre Basis beträgt rund 4 Billiarden US-Dollar. Rund ein Viertel davon wird im Ausland gehalten.

2007 betrug die Bilanz der Fed „nur“ 929 Milliarden US-Dollar bei einem nominalen US-BIP von 14,5 Billionen US-Dollar (entspricht 6,3% des BIP).

Derzeit ist die Fed Bilanz fünf mal so groß, die US-Wirtschaft aber weniger als 20% gewachsen (entspricht 25,5 des BIP und damit dem problematischen Korporatismus von Entwicklungsländern, die von der Weltbank in den 1980ern als reformbedürftig angesehen wurden).

Im Jahrzehnt von der Finanzkrise wurden aus jedem US-Dollar der Fed 13,88 US-Dollar neues BIP geschaffen. Seit der Finanzkrise sind es nur noch 88 Cent!

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Austrian Investing statt Mäuse managen
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 28. Oktober 2014

Rahim Taghizadeghan, Ronald Stöferle, Mark Valek: Österreichische Schule für Anleger. Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation, Finanzbuchverlag, München 2014, 347 S., 24,99 Euro.

Balsam für die gehetzte Seele bietet der kompakte Theorie- und Praxis-Band für Anleger und Leser, die sich für tiefere Einsichten in das Finanzsystem interessieren. Die drei „Österreicher“ Rahim Taghizadegan (Institut für Wertewirtschaft, Wien), Ronald Stöferle (Incrementum AG, Liechtenstein) und Mark Valek (Incrementum AG, Liechtenstein) kombinieren philosophischen, ökonomischen und Investment-Sachverstand. Das Ergebnis ist ein zeitloses Standardwerk für Anleger aus der Perspektive der „Österreichischen Schule der Ökonomik“, die der aktuellen Gratwanderung zwischen Inflation und Deflation Augenmerk schenken möchten.

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Liberalismus macht das Leben lebenswerter
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 24. Oktober 2014

1. Liberalismus sorgt für geistige Immunisierung

Silvio Borner, emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Basel und Mitglied des Akademischen Beirats des Liberalen Instituts, bietet in seinem Li-Paper „Warum marktwirtschaftlich denkende Ökonomen an Einfluss verlieren“ einen State of the art Überblick zu den wirtschaftspolitischen Irrungen und Wirrungen unserer Zeit:

Es ist nicht der Liberalismus, der die Marktwirtschaft und Zivilgesellschaft unterminiert, sondern es ist der ungebremste Vormarsch von staatlichen Verhaltens- Regulierungen und Zwangsumverteilungen, der sowohl der freien Marktwirtschaft, wie der freiwilligen Solidarität den Boden unter den Füssen wegzieht. Dafür tragen die Ökonomen eine Mitschuld, weil sie einem mechanistischen Keynesianismus frönen, oder vor lauter Bäumen des Marktversagens den Wald der Markwirtschaft nicht mehr sehen. Beide Trends befördern den staatlichen Interventionismus. Wir verlieren so gleichzeitig an persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Solidarität. Hinzu kommen die Ideologien des Egalitarismus, des Kommunitarismus und des Ökologismus. Es sind dies die neuen Ersatzreligionen, die den Anspruch erheben, die Welt nicht nur zu verbessern, sondern zu retten. In Tat und Wahrheit gefährden sie oder – falls wirklich umgesetzt – vernichten sie Freiheit und Wohlstand.

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Plausibles Szenario
Geschrieben von: mvp   
Sonntag, 19. Oktober 2014

Warum wir eine neue Ordnung des Geldes brauchen erläutert Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Instituts, Köln, in seinem gleichnamigen Buch. Seine solide schumpetersche Diagnose lautet: Das herrschende Schuldgeldsystem zerstört das Wirtschaftssystem und bedroht die Demokratie. Der Euro werde ohne (Zentral-)Staat nicht überleben. Außerdem sei es wahrscheinlich, dass „wir in vielen Ländern eine Phase der finanziellen Repression erleben, die in eine zunehmend bürokratisch-sozialistische Wirtschaftspolitik eingebunden ist.“ Für Deutschland prognostiziert der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank zusätzlich eine „gehörige Prise an ökologisch begründetem Dirigismus sowie Einkommens- und Vermögensumverteilung.“ Die damit einhergehende Schwächung des Wachstums werde in eine offene Inflationspolitik münden und das Vertrauen in das überkommene Geldsystem schwer erschüttern.

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Buch des Monats Oktober 2014
Geschrieben von: mvp   
Freitag, 17. Oktober 2014

Frank Schäffler: Nicht mit unserem Geld. Die Krise unseres Geldsystems und die Folgen für uns alle, Finanzbuchverlag, München 2014, 272 S., 19,99 Euro.

Das zentrale Problem von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland und Europa ist das Geldsystem. Hier beginnen alle Eingriffe in unser Leben. Ohne seine Reform sind alle darüber hinaus notwendigen Strukturreformen nur Stückwerk. Was jetzt zu tun ist, zeigt Frank Schäffler in seinem geschichtsträchtigen Buch „Nicht mit unserem Geld“ auf. Neben (s)einem inzwischen bekannten Vorschlag, Geldwettbewerb zuzulassen – den Weg dorthin erläutert er ordnungspolitisch blitzsauber –, fordert er zurecht eine Kulturrevolution. Ohne die Mitwirkung aller Freiheit wertschätzenden Bürger wird es nicht gelingen, die Politik zu bewegen. Warum das der Fall ist, wie stark die politischen Beharrungskräfte sind und wie sehr Privilegien verteidigt werden, das zeigt der geradezu spannende Einblick in den Alltag eines Bundestagsabgeordneten, der den Mut entwickelt hat, quer zu denken und sich quer zu stellen.

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„Es war wie ein Konzert“
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 14. Oktober 2014

Die Stimmung in der mit Kerzen erleuchteten Speisewerkstatt wirkte an dem regnerischen Samstag auf bemerkenswert angenehme Weise gruppenbildend. In einem der verbliebenen liberalen bürgerlichen Zentren Berlins ist die Handwerkskunst des guten Kochens und der aufmerksam-freundlichen Bewirtung zu Hause. Für gut drei Stunden fanden dort auch zwei Drittel der 17 Autoren des frisch erschienenen Bandes „The Standards. Klassisch liberale Aufsätze neu interpretiert“ eine Heimatstatt. Vor einem aufmerksamen, konzentrierten Publikum interpretierten ihre Beiträge:

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