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Zitat des Monats Juli 2014
Montag, 30. Juni 2014

Wenn „mehr Güter“ das Ziel sind, auf das sich die Anstrengungen der Gesellschaft richten sollen, warum sollten dann „mehr Güter“ für ein einzelnes Individuum ein ehrenrühriges Streben sein? Der Sozialismus leidet an der Widersprüchlichkeit seiner Werturteile: Wenn das Wohl der Gesellschaft in größerem Reichtum liegt, warum nicht das Wohl des Einzelnen? Wenn die Gesellschaft nach diesem Ziel streben soll, warum nicht der Einzelne? Wenn dieser Appetit auf Reichtum für das Individuum falsch ist, warum dann nicht für die Gesellschaft?

Bertrand de Jouvenel: Die Ethik der Umverteilung, Erstauflage 1951, München 2012, 34.

 
Desaströse Inflation ist Folge von Staatsversagen
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 19. Juli 2014

Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 gilt als Deflationsmenetekel. Sie war indes viel mehr – der Kulminationspunkt eines Staatsversagens mit katastrophalen Ausmaßen, mithin Ausdruck

  • eines nicht zuletzt durch den ersten Weltkrieg und die Versailler Verträge zerrütteten internationales Finanzsystems,
  • einer (infolgedessen) nicht tragfähigen Auslandsverschuldung Deutschlands,
  • einer Protektionismusspirale, die die internationale Arbeitsteilung zerstörte (der Wiederaufbau der globalen Arbeitsteilung dauerte fast ein halbes Jahrhundert),
  • eines unbezahlbaren Wohlfahrtsstaates bereits in der Weimarer Republik,
  • einer desaströsen Politik des New Deal Interventionismus in den USA.

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Buch des Monats Juli 2014
Geschrieben von: mvp   
Dienstag, 15. Juli 2014

Daniel Stelter: Die Krise ... ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig. Was passiert mit unserem Geld? 77 Bilder zum Selberdenken und Mitreden, Finanzbuchverlag, München 2014, 109 S., 6,99 Euro.

Ein Chart sagt sicherlich nicht mehr als 1.000 Worte, aber um die Billionen-Schulden-Krise zu verstehen, sind Abbildungen sehr hilfreich. Unternehmensberater neigen dazu, die Welt der Wirtschaft mit Charts zu veranschaulichen und zu simplifizieren, aber eine gute Präsentation vermag zum perspektivenreichen Nachdenken anzuregen.

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Vier Stimmen, ein Konzert
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 12. Juli 2014

Eine Einführung in die Werke von Carl Menger, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek und Murray N. Rothbard, ausgewählt und eingeleitet von Michael von Prollius, Berlin o.J. Kostenloser Download der Broschüre beim Freiheitswerk.

Aus der Einleitung der Broschüre:

Freiheit

Freiheit ist für die Entwicklung jedes einzelnen Menschen wie für die ganze Gesellschaft ein lebensentscheidender Wert. Freiheit besitzt einen zeitlos faszinierenden Klang. Erst Freiheit ermöglicht die Entfaltung des persönlichen Potenzials. Ohne Freiheit verkümmern Menschen – auf Pfaden der Abhängigkeit und Knechtschaft. Zugleich wird Freiheit in Deutschland relativ gering geschätzt. Freiheit rangiert hinter Gleichheit und Sicherheit, die zusammen genommen auch unter „sozialer Gerechtigkeit“ firmieren. Im aktuellen „Economic Freedom Index Report 2012“ belegt Deutschland nur noch Rang 31 von 144 Ländern, nach der Schweiz (4), Finland (9), Katar (17) und Montenegro (28). Im Report von 2013 schafft es Deutschland auf Rang 19.

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Legitime Staatsausgaben
Geschrieben von: mvp   
Donnerstag, 10. Juli 2014

Leitidee ist die klassische Maxime Wilhelm von Humboldts: der Staat hat sich nicht um die Wohlfahrt der Bürger zu kümmern, sondern allein deren Sicherheit zu gewährleisten.

Die Erörterung, was legitime Staatsausgaben ausmacht, erfolgt in drei Schritten: Legitimität – Staatsaufgabe – Staatsausgaben. Zunächst wird der Frage nachgegangen was legitim ist. Nach Kant ist Legitimität eine Frage der Vernunft und des Rechts. Das Recht dient nur dazu, die Freiheit des einen mit der Freiheit des anderen unter allgemeinen Rechtsgesetzen in Einklang zu bringen.

Folglich ist ein Staat dann legitim, wenn seine Handlungen mit diesem Grundsatz in Einklang stehen. Dementsprechend beschränkt sich die Aufgabe des Staates darin, die Freiheit eines jeden Bürgers zu schützen. Dazu gehören der Schutz von Leib, Leben und Eigentum sowie die Durchsetzung von rechtmäßigen Verträgen.

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Marktwirtschaft oder Krieg
Geschrieben von: HL   
Dienstag, 08. Juli 2014

Kapitalismus und Imperialismus sind doch identisch. Kriege werden nur aus wirtschaftlichen Gründen geführt. Immer wieder geht es nur um Erdöl, Bodenschätze und neue Absatzmärkte.

Nein. Tatsächlich stellt die freie Marktwirtschaft das genaue Gegenteil von Krieg dar. Es ist eine völlig gegensätzliche Idee davon, wie das soziale Miteinander organisiert (beziehungsweise eben nicht organisiert) werden kann.

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Ankündigung: neues MvP-Buch "Auf der Suche nach einer anderen Ordnung"
Geschrieben von: mvp   
Samstag, 05. Juli 2014

Noch im Sommer erscheint ein neues Buch von mir. Es handelt sich um den Versuch, einer anderen Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft einige Konturen zu verleihen.

Der Band gliedert sich in drei Abschnitte:

1. Was ist Ordnungspolitik? Nicht das interventionistische ordoliberale Verständnis, so viel sei vorab verraten.

2. Gedanken zur ordnungspolitischen Lage – Kritik und Korrektur.

3. Reform-Perspektiven - auf Recht, Geld, Steuern und manches mehr.

Das Buch beruht im Kern auf einer Bilanz vieler Publikationen, die auf Forum Ordnungspolitik erschienen sind. Ich hoffe die Lektüre wird Anregung und Lesefreude stiften. Es gibt viel zu tun, um den überkommenen Mustern von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland und Europa attraktive Alternativen entgegen zu stellen.

 
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